Eine Frage der Kultur der Institution

Mobbing bezeichnet einen gruppendynamischen Prozess, in dem eine soziale Machtposition wiederholt und systematisch missbraucht werden kann. 

 

Mobbing kann überall da entstehen, wo ein Ungleichgewicht oder ein Führungsvakuum existieren kann: zwischen Einrichtungsleitung und Mitarbeitenden, unter Teamkolleg*innen, unter Kindern. Mobbing ist kein Problem, das dem davon betroffenen Erwachsenen, Kind oder Jugendlichen zuzuschreiben ist.

 

Vielmehr ist Mobbing ein Kennzeichen der Einrichtungskultur und spiegelt eine krisenhafte Situation der gesamten Leitungsebene und der Einrichtung wider. Auch wer nicht aktiv Mobbing betreibt, ist daran beteiligt: durch heimliche oder offen gezeigte Unterstützung, durch Wegsehen, durch das stillschweigende Dulden von Ausgrenzung, Schikane,  Benachteiligung.

Da Mobbing nicht (mehr) den Regeln eines Konflikts folgt und eine eigene Dynamik entwickelt,  ist der Einsatz von Mediation wenig geeignet, um das Mobbing zu stoppen. 

Corporate Mindset

KULTUR DER ANERKENNUNG

Mobbing ist Führungsaufgabe

Mobbing erfordert daher ein aktives, möglichst frühzeitiges Eingreifen und klare Signale, welche Werte und Einstellungen an Ihrer Institution zählen. Die Intervention setzt an der Entscheidungs- und Leitungsebene der Institution an, damit sie ihre volle Wirksamkeit entfalten kann. 

 

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Mobbing-Intervention ist das klare Signal Ihrer Institution: "Wir akzeptieren in unserer Einrichtung keine Mobbing-Aktivitäten und finden eine angemessene Möglichkeit, um zu einem fairen  Miteinander zu gelangen."

Lösungsfokussierte Intervention

NO BLAME APPROACH

Mobbing auflösen -

durch Empathie, Übernahme von Verantwortung und ein positives Ziel

Der Ansatz vertraut auf die Ressourcen und Fähigkeiten aller Beteiligten - unabhängig davon, ob aktiv oder passiv involviert -  wirksame Lösungen auch im Fall von Mobbing herbeizuführen. Statt Bestrafung und Sanktionen geht No Blame Approach ("ohne Schuldzuweisung") einen anderen Weg.  Alle werden direkt  in den Lösungsprozess eingebunden, so dass sie sich aktiv an der Beendigung des Mobbing beteiligen und bei der Lösung des Mobbings mithelfen.

Ein klares Signal

Eine wirksame Mobbing-Intervention wird von allen Erwachsenen gleichermaßen getragen und sendet ein klares Signal.  Wo Klarheit, Kooperation, Fairness und eine Kultur der Wertschätzung gelebt werden, findet Mobbing keinen Nährboden. 

KULTUR OHNE MOBBING

NO BLAME APPROACH

Lösungsfokussierte Mobbing-Intervention

NO BLAME APPROACH

KONSEQUENTE
LÖSUNGSFOKUSSIERUNG

Der Fokus wird auf die zeitnahe Entlastung für den/die unter Mobbing leidende/n Betroffenen  gelenkt. Dabei wird das unmittelbaren Umfeld des Teams, der Einrichtung oder Gruppe mit einbezogen.

KEINE
SCHULDZUWEISUNGEN

Auf Ursachenforschung, Schuldzuweisungen und Bestrafungen wird beim No Blame Approach verzichtet. Auch geht es nicht darum herauszufinden, was im Einzelnen zur Entstehung der Mobbing-Situation beigetragen hat.

ALLE MIT INS BOOT
HOLEN

Alle werden direkt  in den Lösungsprozess eingebunden, so dass sie sich aktiv an der Beendigung des Mobbing beteiligen und bei der Lösung des Mobbings mithelfen.

Mobbing-Internvention in drei Stufen

No Blame Approach ist eine klar strukturierte Methode und erfolgt innerhalb von 2-3 Wochen in drei zeitlich aufeinander folgenden Schritten

Wir führen die Intervention bei Ihnen vor Ort nach einem zuvor abgestimmten Zeitplan durch.

 

In allen Schritten der Intervention richtet sich der Blick darauf, mit den Beteiligten konkrete Ideen zu entwickeln, die die Situation des/der von Mobbing Betroffenen verbessern.

 

Dabei immer fest im Blick: Lösungen, die dazu beitragen, das Mobbing zu stoppen und die aktiven Beiträge, die die einzelnen Akteure dazu beitragen werden. 

 

Falls erforderlich, wird der Erfolg der Intervention danach in größeren Abständen von vier Wochen und mehr regelmäßig erfragt und reflektiert.

Schritt 1


Gespräch mit dem/der Mobbing-Betroffenen

  • Darstellung des geplanten Vorgehens
  • Mögliche Zusammensetzung der Unterstützungsgruppe
  • Terminvereinbarung zum Nachgespräch




Schritt 2


Gespräch mit der gesamten Unterstützungsgruppe

  • Ideenwerkstatt für individuelle Lösungsbeiträge
  • Vereinbarungen für die Umsetzung
  • Verabredung zum Nachgespräch




Schritt 3


Nachgespräch mit dem/der Mobbing-Betroffenen:

  • Wie geht es ihr/ihm?
  • Was hat sich verbessert?
  • Weiterer Unterstützungsbedarf?
Einzelgespräche mit den Mitgliedern der Unterstützungsgruppe:
  • Welche Veränderungen hat er/sie beobachtet
  • Was hat sich an der Situation verbessert/verändert?





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Lösungshorizonte -

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© Lösungshorizonte |  Mai 2020

Sylvia Strauß

Diplom-Sozialpädagogin (FH)

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